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Kaum jemand von uns arbeitet noch regelmäßig von der Kommandozeile aus.
Klar: Gerade der Profi kennt viele
Tastenkombinationen auswendig
und ist damit bei so mancher Aktion massiv schneller als der Mausschubser.
Theoretisch sollten die Programmierer ihre Oberflächen so gestalten,
daß sie vollständig per Tastatur bedienbar sind.
Nachdem ich aber schon so manchen Programmierer im Zwei-Finger-Adler-Such-System
über die Tastatur stolpern sah, wundern mich Defizite an dieser Stelle nicht.
Aber manche Aktionen gehen mit der Maus ganz einfach
schneller.
Ein Zeigegerät ist also bei den heutigen Rechnern
mit ihren grafischen Oberflächen unverzichtbar.
Nach langen Versuchsreihen, gerade mit den Käufern von Laptops,
haben sich so langsam einige Standards herausgestellt:
Der Standard ist eine Maus mit Kugel.
Diese Konstruktion steht und fällt mit der Frage,
wie gut der Entwickler das Rutschen zwischen Unterlage und Kugel
sowie zwischen Kugel und den beiden Abtasträdchen vermeiden kann.
So lange man die Innereien regelmäßig reinigt und eine leidlich
neue Unterlage (Mousepad) benutzt,
funktioniert diese Konstruktion ganz leidlich.
Zumindest, um die Betriebssystem-Oberfläche zu bedienen.
Eine deutlich bessere Entwicklung ist die
optische Maus.
Schon vor 15 Jahren gab es sie bei Systemen wie dem Xerox Documenter
oder auch schon als relativ seltene Konstruktion für den PC.
Damals war sie aber auf eine Unterlage mit einem ganz feinen,
genau definierten Muster angewiesen. Immerhin gab es bei diesem System
keinen Schlupf mehr.
Seit einiger Zeit gib es jetzt optische Mäuse, die auf fast beliebigen
Unterlagen funktionieren - O.K., auf einem Spiegel funktionieren sie nicht.
Aber ansonsten geht so ziemlich alles - vom der Schreibtischunterlage aus Papier
bis zum Hosenbein. Bei Laptops womöglich ungünstig: Eine optische Maus
muß ihre Unterlage beleuchten und braucht einige eigene Rechenkapazität.
Wie sehr das die Batterielaufzeit eines Laptops beeinflußt,
habe ich noch nicht untersucht. Ein kürzlicher Artikel in der c't
nannte typische Werte von 60...80 mA Stromaufnahme vom USB.
Diese neuen optischen Mäuse halte ich für die gegenwärtig beste Konstruktion.
Spiele-Profis werden das wohl anders sehen, weil ihnen optische Mäuse
oft zu träge sind.
Grafiktabletts sind die Werkzeuge der Wahl
für Leute, die den Rechner
zum Zeichnen benutzen. Mit einer Maus werden da gewöhnlich nur Krakel entstehen.
Grafiktabletts können beliebig teuer sein und bieten dann eine große
Zeichenfläche und erkennen, wie stark der Benutzer aufdrückt.
Ich experimentierte vor kurzem mit einem Aiptek Hyperpen 6000 U,
das ich für 70 DM beim Lebensmittel-Discounter fand.
Allerdings warf ich es ziemlich schnell entnervt ins Eck: Sobald ich klicken wollte,
sprang der Mauszeiger wild in der Gegend rum. Keine Ahnung, ob mein Ding
eine Macke hatte...
Standard bei Laptops ist mittlerweile eine berührungsempfindliche Fläche
(Touchpad), die vor der Tastatur
angeordnet ist. Diese Konstruktion ist gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber
mit etwas Übung ganz hervorragend. Nachdem man das Klicken
durch Klopfen auf die Fläche simulieren kann,
folgt der Rechner dem Wink mit dem einzelnen Finger.
Touchpads haben vor allem zwei Probleme:
- Ihre unveränderliche Position führt auf Dauer zu Verkrampfungen
(aber Laptops sind immer Kompromißkonstruktionen), und vor allem:
- Mit feuchten Fingern funktionieren sie nicht.
Kein Wunder, daß viele Laptop-Benutzer noch eine Maus mit sich herumschleppen.
Rollkugeln (Trackballs)
sind eigentlich nichts anderes als umgedrehte Mäuse:
Man bewegt direkt die Kugel, die oben aus dem Gehäuse heraussteht
und meist deutlich größer ist als Kugel in der Maus.
Rollkugeln sind besonders günstig für Menschen,
die Probleme mit der Feinmotorik haben:
Sobald man die Finger von der Rollkugel nimmt, bleibt der Mauszeiger
garantiert stehen - auch wenn man die "Maus"taste betätigt,
die ja fest mit dem stationären Gehäuse verbunden ist.
Fazit
Es kann sich lohnen nach Alternativen zu der Maus zu suchen,
die der Rechnerhersteller in den Karton gepackt hat.
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