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Bei der Bei der Windows-Installation
oder beim Entdongeln von Windows ME ist es sinnvoll,
die Aufteilung des Festplattenlaufwerks auf Laufwerksbuchstaben
(Partitionierung) zu ändern.
Ein spezielles Problem dabei ist, die Daten auf der Platte zu erhalten.
Das Standardwerkzeug für das Einrichten von Partitionen ist FDISK -
ein Werkzeug, das sich im Lauf der letzten 20 Jahre nicht wesentlich verändert hat.
O.K., bis MS-DOS 3.2 konnte es nur mit Festplatten von max. 32 MB umgehen.
Vor allem zerstört Fdisk beim Ändern der Partitionen alle Daten.
Erst mal Datensicherung machen!
Größenänderung und Verschieben von Partitionen sind Prozesse,
die ganz tief im System eingreifen und Daten auf eine Weise handhaben,
die weit außerhalb des normalen Umgangs damit liegt.
Deshalb ist höchste Vorsicht angebracht, will man seine Datenbestände nicht
riskieren. Bringen Sie also erst einmal alles auf anderen Datenträgern in Sicherheit,
was sich nicht anderweitíg wieder herrichten läßt!
Wer nichts weiter will, als seine jungfräuliche Windows-Installation auf eine
kleinere Partition zu packen, kann sich die Datensicherung natürlich sparen:
Falls etwas schief geht, läßt sich der vorherige Zustand von der
Recovery-CD
oder durch eine neue Windows-Installation wieder herrichten.
So geht's
1. Defragmentieren
Wer die Partition verkleinern will, sollte das Laufwerk erst einmal defragmentieren.
Das Werkzeug der Wahl gehört zur Standardinstallation ab Win95 und Windows 2000,
nicht aber bei Windows NT 4.0:
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Defragmentierung.
Bei Windows NT hilft z.B. die Demo-Version von O&O-Defrag weiter.
Sinn der Übung ist, alle Daten am Anfang der Partition zu versammeln.
Der hintere Teil, der ja abgeschnitten werden soll, ist dann frei.
Zumindest das Windows-Hilfsprogramm geht dabei aber sehr zurückhaltend vor
und weigert sich, eine ganze Menge von Daten zu verschieben.
Das merkt man daran, daß die Partition z.B. 800 MB Daten enthält,
die Partition sich aber nur bis auf 4 GB verkleinern läßt.
O&O-Defrag (nur für Win NT/2000) ermöglicht,
sich die Dateien eines Clusters anzeigen zu lassen.
Damit kann man die gezielt anfassen.
Häufig hilft schon,
den Schreibschutz der Datei zu löschen. Schließlich sind alle Dateien
auf einem CD-ROM (logischerweise) schreibgeschützt und dieses Attribut
bleibt auch beim Kopieren auf die Festzplatte erhalten.
Derartige Manipulationen treibe ich gerne von der Kommandozeile aus
mit 4DOS - ich gebe gerne zu,
daß die Kommandozeile heute nicht mehr zum normalen Arbeitswerkzeug
des PC-Benutzers gehört.
Wenn auch das nicht hilft, gibt es im Internet auch andere Defragmentier-Werkzeuge.
Beim Erzeugen einer entdongelten Windows-ME-Version hält sich das damit
verbundene Risiko sicher in Grenzen.
2. Verkleinern der primären Partition
Die meisten Rechner werden heute mit einer einzigen Partition ausgeliefert,
d.h. das Laufwerk C: ist so groß wie die Festplattenkapazität.
Falls der Explorer 10% weniger anzeigt, als auf der Rechnung stand,
liegt das mit ziemlicher Sicherheit an den unterschiedlichen Maßeinheiten von
Festplattenherstellern und Software: Die Festplattenhersteller benutzen
1 kB = 1000 Byte, 1 MB = 1000 kB usw. Windows dagegen arbeitet binär,
gibt also auch die Speichergröße in Zweierpotenzen an:
1 kB = 1024 Byte, 1 MB = 1024 kB usw.
Neben kommerziellen Produkten gibt es dafür auch Freeware- und Shareware-Alternativen.
Über die Größe der primären Partition
habe ich mich schon ausgelassen. Genau genommen kann es bis zu vier
primäre Partitionen geben, von denen aber nur eine aktiviert sein kann.
Dieser Mechanismus interessiert aber nur dann, wenn man mehrere Betriebssyteme
auf einer Festplatte installieren will.
Falls sich die Partition nicht wie gewünscht verkleinern läßt,
hilft obiger Hinweis.
3. Anlegen weiterer Partitionen
Der Umgang mit Fdisk ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Auch mit vielen der alternativen Werkzeugen wie dem oben erwähnten Resizer
kann man auch die anderen Partitionen anlegen.
Im Normalfall wird man den Rest der Festplatte als eine erweiterte DOS-Partition
einrichten, in der man dann die logischen Laufwerke einrichtet.
Die Details kann man so ziemlich jeder DOS-Beschreibung der letzten 15 Jahre entnehmen.
Beachten Sie auch die Hinweise zu den Laufwerksbuchstaben
für CD-ROMs und Netzwerk-Laufwerke.
Fazit
Wer sich nicht nur aus Anzeigen informiert, spart sich beim Partitionieren
von Festplatten eine Menge Zeit und Aufwand.
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