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Immer wieder bekomme ich Anfragen von angestellten Übersetzern, wie sie denn einen privaten
Auftrag kalkulieren und abrechnen sollten. Hier kommt eine kurze Anleitung, wie dieser Personenkreis
die finanzielle Seite so eines Auftrags mit seiner Angestellten-Tätigkeit vergleichen kann.
- Aus Ihrer Berufspraxis heraus sollten Sie den Zeitaufwand für den Auftrag abschätzen können.
Damit können Sie schon mal den Aufwand in Arbeitsstunden umrechnen.
- Nehmen sie Ihr Bruttogehalt und teilen den Betrag durch Ihre durchschnittliche Arbeitszeit ohne Urlaub,
Krankheitstage usw.
- Diesen Stundensatz verdoppeln Sie um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Sie Ihrem Arbeitgeber pro
Arbeitsstunde wert sind. Den Faktor zwei braucht Ihr Arbeitgeber, um Büro, Arbeitgeberanteile,
seine Steuern, Ihren Urlaub, seinen Gewinn usw. zu bezahlen. Diese Posten gehen schließlich
in diesem Fall auf Ihre Kosten.
- Jetzt können Sie einen Wort- oder Zeilenpreis auf der Basis berechnen, wie Ihr Arbeitgeber ihn für Ihre Arbeit
zahlt. Den Rest müssen Sie jetzt mit sich selber abmachen:
- Was ist der potentielle Kunde wohl bereit zu zahlen?
- Wie dringend wollen sie den Auftrag haben?
Hilft Ihnen das weiter? Übrigens sollten Sie nicht hoffen, dem Kunden auf absehbare Zeit wesentlich
höhere Preise abnehmen zu können. Der hält Sie dann nur für größenwahnsinnig.
Wenn Sie jetzt noch Diskussionsbedarf haben, dann melden Sie sich bitte erst mal bei
u-forum an.
Noch ein völlig anderes Thema: Weiß Ihr Arbeitgeber davon, dass Sie noch nebenbei arbeiten
und dafür womöglich auch noch seine Ressourcen nutzen? Da könnte sich ein Studium Ihres Arbeitsvertrags
lohnen....
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