Nach einer EU-Richtlinie müssen die Banken Überweisungen innerhalb des
Euro-Raums zu den gleichen Tarifen wie Inlandsverbindungen abwickeln.
Nach meinen Informationen bietet die Postbank auch Überweisungen
in andere EU-Länder kostenlos an. Voraussetzung ist in alle Fällen aber
Angabe der Kontoverbindung mit den richtigen Angaben.
Eine Wortmeldung aus Italien in der Mailingliste u-forum:
In Italien werden Auslandsüberweisungen mit IBAN-Nummer nur dann wie
Inlands-Überweisungen gehandhabt, wenn Auftraggeber und Empfänger jeweils die
Kosten der eigenen Bank tragen, wie viel, das bestimmen ja die einzelnen
Banken. Inlandsüberweisungen sind über Internet-Banking meist kostenlos. ich
sehe also kaum Vorteile nach dem 1. Juli.
Eine Erfahrung Frankreich -> Deutschland:
Überweisungen aus Großbritannien (von Kunden mit Euro-Konto) habe ich ohne
Abzüge erhalten. Für eine Überweisung aus der französischen Provinz wurde mir trotz
Verwendung von IBAN und BIC eine Gebühr von 12 Euro berechnet - doppelt so
viel wie vorher. Warum, wird noch zu klären sein.
Deutschland -> Spanien:
Ich habe vor einigen Tagen Geld nach Spanien überwiesen. Der Empfänger hat
sich bisher nicht beschwert, dass er dafür etwas bezahlen musste, und mir
wurde auch nichts extra abgebucht. (allerdings bin ich bei der Sparda-Bank,
da sind Überweisungen wohl generell gebührenfrei, und daher jetzt auch
Auslandsüberweisungen).
In einer Info meiner Bank heißt es, für die Preisgleichstellung seien
folgende Angaben notwendig:
- IBAN des Begünstigten
- BIC des Kreditinstituts des Begünstigten
- IBAN des Auftraggebers.
Fehlt eine dieser Angaben, wird es teuer...
Übersetzer stehen öfter vor dem Problem, Geld von einem Land in ein anderes
zu transferieren. Im August 2001 waren die Überweisungskosten selbst innerhalb der
"Euro-Zone" sehr hoch und zudem von Bank zu Bank unterschiedlich.
Dabei können Kosten sowohl bei der Bank des Absenders, als auch bei der Bank
des Empfängers entstehen. Die Europäische Kommission drängt die Banken,
die Gebühren für internationale Überweisungen zu senken,
die Banken weisen dieses Ansinnen aber zurück.
Viele Übersetzer vermerken auf ihren Rechnungen, daß der Kunde die
Überweisungskosten tragen müsse. Vor allem Agenturen ignorieren diese
Vertragsklausel in den meisten Fällen. Selbst wenn der Kunde die
Regelung akzeptiert: In manchen Fällen ziehen die Banken
vom Überweisungsbetrag Gebühren ab, ohne daß dies der Kunde vorher erfährt.
Deshalb ist es vielfach üblich, daß Absender und Empfänger jeweils den
eigenen Anteil der Kosten tragen.
Kosten für Auslandsüberweisungen (Stand Oktober 2005, ohne Gewähr)
- 7 Euro - Netbank
- 7,50 Euro - Kreissparkasse Köln
- 12,50 Euro - Stadtsparkasse Düsseldorf
- 15 Euro - Postbank
- 17 Euro - Dresdner Bank
Manche Übersetzer verschicken Bargeld per Post, z.B. per Einschreiben.
Während manche Übersetzer diesen Weg erfolgreich praktizieren,
berichten andere von einer großen Schwundquote: Das Geld erreicht den
Empfänger nicht, sondern verschwindet unterwegs.
Wenn ein Übersetzer häufig Geschäfte mit einem bestimmten Land macht,
kann eine eigene Bankverbindung in diesem Land sinnvoll sein.
Die Kunden können normale Inlandsüberweisungen benutzen und so die
Kosten für internationale Überweisungern vermeiden. Wenn sich das Konto per
Online-Banking verwalten läßt, kann der Übersetzer die Zahlungseingänge
überwachen sowie das Geld online anlegen oder überweisen. Oder der
Übersetzer nutzt das Geld, wenn er das entsprechende Land besucht.
Eine gerne genutzte Alternative ist Paypal. In den USA scheint die Akzeptanz
recht gut zu sein.
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