| Datum: | 27.10.99 12:08 |
| Von: | M. E. Clay |
| Betreff: | Re: Kunst 18. Jhdt. |
> "Standuhr mit Nachtlampe/-licht/-beleuchtung (18. Jdt.), ein
> Werk des Brüsselers A. Demeure im Auftrag von Karl von
> Lothringen und Bar, Generalgouverneur der österreichischen
> Niederlande."
Liebe Silvia,
Das Österreichische Museum für Angewandte Kunst (MAK) hat in seiner
Expositur ein großes Uhrenmuseum, also habe ich kurz den Fachmann dort
angerufen: Er sagt, meistens nennt man es einfach "Nachtuhr" (war damals
natürlich mit Kerze zu beleuchten und man hat die Zeit entweder direkt
abgelesen oder das Zifferblatt wurde auf die Wand projiziert). Er fand es
aber selbst kompliziert, das mit dem Wort "Standuhr" zu kombinieren und
versprach, mich zurückzurufen, wenn er in seiner Bibliothek ein ähnliches
Stück gefunden hat. Bist Du ganz sicher, daß es überhaupt eine Standuhr ist?
Auch in meinem Großen Lexikon der Antiquitäten finde ich "Nachtuhr". Ich
würde es also so schreiben!
Wenn der Experte sich mit neuen Aspekten meldet, maile ich Dich nochmals an!
Grüße,
Maria
Dieser öffentliche Nachrichtenwechsel führte zu einem privaten Austausch,
den Maria so charakterisierte:
"An die Anfrage wegen der 'Nachtuhr' schlossen sich dann eine
private Korrespondenz mit Silvia Brügelmann-Gaspard in Belgien
sowie Gespräche mit dem Kurator des hiesigen [Wiener] Uhrenmuseums an,
so daß der endgültige Text für Silvia dann lautete:
Stutzuhr (18. Jhd), nachts zu beleuchten, ein Werk ..."
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