Eine kleine Handreichung zur Medienpädagogik
So gerne ich die Financial Times Deutschland lese: Häufig genug zeigen Artikel überaus deutlich, dass
in der Redaktion der technische Sachverstand fehlt. Da werden wohl Pressemitteilungen unreflektiert
abgeschrieben, anderes Material ungeprüft übernommen, oder ohne Sachverstand eine vorgegebene Zeilenzahl
zusammengestoppelt.
Verständlich werden die folgenden Seiten nur im Zusammenhang mit dem jeweils am Anfang verlinkten
Artikel. Die Links öffen die entsprechende Seite der FTD-Website in einem eigenen Fenster. Schließlich will
ich urheberrechtlich sauber bleiben. Und urheberrechtlich geschützt sind diese Texte - schließlich sind sie
kreative geistige Schöpfungen der Autoren, die mit dem Stand der Technik nur begrenzt etwas zu tun haben...
Hinweis: Einige der folgenden Artikel sind über die FTD-Website nicht mehr oder nur noch gegen Bezahlung
zugänglich. Sorry, aber ich darf sie hier nicht anbieten.
(5) FTD, 19.10.07: Mein Leben mit dem kostenlosen Hosentaschen-PC
Jeder Systembetreuer liebt solche Nutzer: Nutzen jedes Loch aus, das noch irgendwo im System offen ist.
Da bleibt wirklich nur noch, zwei Sätze als Realsatire zu zitieren: Vor kurzem erzählte mir ein Kollege von
einem Film, den er sich auf seinem Privatrechner angeschaut hatte und nannte mir auch die Website, auf der ich
fündig wurde. Leider konnte ihn an meinem Arbeitsplatz nicht abspielen.
In den meisten Firmen wäre allein der Versuch, so ein Video herunterzuladen, genügend Anlass für eine Abmahnung;
desgleichen der Versuch, private Software auf dem Firmenrechner laufen zu lassen.
Wie viele technische Dilettanten schreiben eigentlich noch für die FTD?
(7) FTD, 04.02.08: Werft den Dinosaurier aus dem Wohnzimmer
Da propagiert der Autor doch allen Ernstes, man solle seinen Fernseher verschrotten und mit dem Laptop
fernsehen! Im einfachsten Fall wirft er zwei Dinge durcheinander: das Wiedergabegerät und die
Informationsquelle.
Richtig ist, dass man mittlerweile auch über das Internet bewegte Bilder ins Haus holen kann. Auch DVB-T ist
eine neue Möglichkeit. Aber an der Glotze mit ihrer Bildschirmdiagonale von mittlerweile häufig 1 m
und mehr führt trotzdem kein Weg vorbei. Schon gar nicht mit Hilfe eines Laptop-Bildschirms, auf dem kaum zwei
Menschen gleichzeitig etwas sehen können.
Auch diverse andere technische Probleme blieben unerwähnt, vom Lüfter- und Festplattengeräusch bis zur
Windows-Fernsteuerung mit der Fernbedienung. Wer's probieren will, sollte sich mal meinen Tipp ansehen,
wie man die Reichweite einer Funktastatur erhöhen kann...
(8) FTD, 07.04.11: Besser Suchen mit Google
Dem Autor dieser Abhandlung möchte man empfehlen, erst mal das kleine Einmaleins des Googelns zu lernen:
- Richtig ist, dass man seine Suchen mit Operatoren verfeinern kann. Aber gleich das erste Beispiel geht
daneben: Der +-Operator sorgt laut Google dafür, dass das folgende Wort auf jeden Fall bei der Suche
verwendet wird. Der Autor meint aber, damit könne man die Synonymsuche von Google abschalten
(Beispiel: Foto - Photo). Die Google-Anwendung dafür ist, Google zum Suchen nach Partikeln zu zwingen.
- Das nächste Beispiel soll der Präfix intitel: sein. Dazu meint Google nur: Meinten Sie: intitle:?
Der Rest der Bildstrecke ist dann nicht mehr ganz so haarsträubend. Aber das Wertvollste erfährt man nur,
wenn man sich durch alle Seiten durchgeklickt hat: Das alles kannst du Dir sparen, wenn Du entweder in der
Google-Suchseite auf erweiterte Suche klickst oder es unter
GoogleGuide konzentriert
nachliest.
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