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Meine letzte Digitalkamera
überstand einen Sturz vom Fahrrad nicht - ich übrigens auch nicht so sehr gut :-). Also war Ersatz
angesagt. Mit der Idee ging ich einen ganzen Winter lang schwanger, ohne dass dabei mehr als ein
Anforderungskatalog heraus kam:
- Nicht mehr als 200 EUR wollte ich ausgeben, denn die wichtigste Aufgabe ist, diese Website
zu illustrieren.
- Eine Bewegungskompensation sollte ermöglichen, bei leidlich guten Beleuchtungsverhältnissen
auf ein Stativ zu verzichten.
- Die Kamera sollte ohne herstellerspezifischen Akku auskommen, denn länger als 2-3 Jahre hält
heute kaum noch ein Akku durch. Ein Ersatz-Akku ist dann gewöhnlich so teuer,
dass man sich besser gleich eine neue Kamera zulegt.
- Meine Qualitätsansprüche lassen sich mit einer 4-Megapixel-Kamera erfüllen.
- Als Speichermedium sollten SD-Cards verwendbar sein, weil das ein viel genutzter Standard ist
und hier der Speicher mit am billigsten ist. Firmenspezifischer Speicher war ein K.O.-Kriterium,
Sony war also schon deshalb außen vor.
- Den Sinn der Spiegelreflex-Technik bei einer Digitalkamera konnte mir noch niemand erklären.
- Digitaler Zoom ist überflüssig, denn Bildausschnitte erzeugt man besser am PC und sooo teuer
ist der Speicher heute auch nicht mehr. Zumindest wenn man sich an Industriestandards hält...
- Optischer Zoom ist ganz sinnvoll, aber jenseits eines Zoom-Bereichs von 3:1 nehmen die geometrischen
Verzerrungen gewöhnlich kräftig zu.
Diese Kriterien erfüllte die Digitalkamera Konica Minolta Dimage Z6, Titelmodell in einem
"Ich-bin-doch-nicht-blöd"-Prospekt. Eine kurze Internetrecherche zeigte, dass die Mehrheit der Besitzer
recht zufrieden ist und dass der Preis von 199 EUR wirklich günstig war. Die anderen Anbieter
wollten wenigstens 40 EUR mehr. Im September 2005 war der empfohlene Verkaufspreis 499 EUR.
Erste Erfahrungen mit der Digitalkamera Konica Minolta Dimage Z6
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Der wichtigste Kompromiss war mir vorher klar: Ein 12fach-Zoom und vier Mignon-Akkus erfordern
einigen Platz. Diese Kamera steckt man nicht mehr einfach in die Manteltasche, denn sie ist 11 cm breit,
8 cm hoch und 9 cm tief. Eine passende, gefütterte Tragetasche wird man sich eher umhängen denn am
Gürtel befestigen. Aber für Schnappschüsse gibt es schließlich Handys.
Viele Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht. Die ersten Beobachtungen:
- Die Kamera lässt sich per USB als normaler Massenspeicher ansprechen. Nur wer noch mit
Windows 98SE arbeitet, benötigt den mit gelieferten USB-Treiber.
- Die Bedienungselemente sind groß genug, um sie vernünftig bedienen zu können. Allerdings werden
nur Rechtshänder ihre Freude daran haben, denn man kann die Kamera schlecht in der linken Hand
halten oder gar mit der linken Hand den Zoom bedienen.
- Nach dem Einschalten ist die Digitalkamera in etwa 3 s startklar.
- An die grundsätzliche Bedienung hatte ich mich recht schnell gewöhnt.
- Der (elektronische) Sucher erweist sich als überraschend hilfreich, speziell für einen
älteren Herren wie mich: Durch den Dioptrenausgleich kann ich im Sucher ohne Brille mehr erkennen
als am Bildschirm mit Brille.
Ernsthafte Erfahrungen habe ich noch nicht gesammelt. Die folgenden Bilder schoss ich am Computer sitzend
aus dem Fenster. Die beiden ersten Bilder sind herunter gerechnet, um sinnvolle Übertragungszeiten zu
ermöglichen. Sie zeigen den Zoombereich. Außer der üblichen Unscharffilterung habe ich die Bilder nicht
bearbeitet.
Die Bilddateien ließen sich überraschend gut herunterrechnen, die Bilddateien auf dieser Seite sind
zwischen 15 und 19 kB groß. Das spricht für die Güte des Ausgangsmaterials. Die ersten Versuche sind also
viel versprechend.
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Dieser 1:1-Ausschnitt stammt aus dem Bild mit der niedrigsten Zoomstufe.
Dieser 1:1-Ausschnitt aus dem Bild mit der höchsten Zoomstufe zeigt die Wirkung der Bewegungskompensation:
Das Hochhaus ist gut 2 km entfernt. Bis zum Dachfirst sind es rund 50 m.
Die Aufnahme entstand angelehnt, aber ohne Stativ.
An den beiden unteren Bildern kann man auch den Unsinn des digitalen Zoom erkennen: Ein Bildausschnitt
wird halt nicht schärfer als das Originalbild.
Bildrauschen der Digitalkamera Konica Minolta Dimage Z6
Viele Testberichte bemängeln den offensichtlich recht kleinen Bildsensor mit der zwangsweise recht
geringen Empfindlichkeit: Wenn man die Empfindlichkeit wesentlich über ISO 100 steigere, komme eine
Menge Schnee hoch. In der Tat stieß ich beim Illustrieren eines der
letzten Beiträge auf Bildrauschen -
siehe hier rechts. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich hier eine unterbelichtete Aufnahme per
starker Gammakorrektur (2,2) aufpäppeln wollte. Die Randbedingungen: Verschlusszeit 1/4 s, Blende 5,6,
Empfindlichkeit ISO 160. Beleuchtung mit einer 14 W-Leuchtstoffröhre 50 cm rechts über dem Motiv,
Abstand ca. 80 cm. Studiobedingungen sind etwas anderes...
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