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Im frühen 16. Jahrhundert war Nürnberg ein Zentrum des Buchdrucks. Das beruhte zum
einen darauf, daß in der Freien Reichsstadt so manches gedruckt werden konnte,
das anderweitig von der Herrschaft verboten wurde. Außerdem war Nürnberg durch Handel
und Handwerk reich geworden und verfügte über alle nötige Infrastruktur.
Wir reden übrigens über das Zeitalter von Albrecht Dürer.
Ein Honoratiorenstammtisch kam auf die Idee, die Buchdruckerkunst auf die Spitze
zu treiben und ein besonders kostbares Werk zu schaffen. Dazu sammelte man
alles an Informationen, was man über nah und fern beschaffen konnte und bereitete
es höchst kunstvoll auf. Die wenigen noch existierenden Exemplare sind heute
kaum noch bezahlbar. Die Sammlung Schäfer in Schweinfurt dürfte großes Glück
gehabt haben, ihr Exemplar unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg für 500 Mark
kaufen zu können.
Die Schedelsche Weltchronik wurde für die Herausgeber zu einem finanziellen
Verlustgeschäft - es konnten nur etwa 300 Exemplare verkauft werden.
Der Verursacher dafür war ein Drucker in Augsburg,
der die Schedelsche Weltchronik in einer Volksausgabe nachdruckte:
Der Inhalt war der gleiche, aber die Ausführung war bedeutend einfacher gehalten.
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